Die Bibliothek der guten Ideen

Juliane Fritz

So helfen Bibliotheken, Bildungsgerechtigkeit zu schaffen

Zu Gast: Susann Schaller von der Helene Nathan Bibliothek Berlin / Neukölln

05.05.2026 65 min

Zusammenfassung & Show Notes

Bibliotheken spielen eine wichtige Rolle in unsere Gesellschaft, denn sie vereinfachen unseren Zugang zu Wissen und zu Medien. Gerade öffentliche Bibliotheken sind Orte für alle Menschen, denn sie sind frei zugänglich und haben oft Angebote, die über die reine Buch-Ausleihe hinausgehen. So gibt es z.B. eine Hörbuch App, verschiedene Veranstaltungen, Räume zum Lesen, Lernen, Hausaufgaben machen und vieles mehr.

Dieses vielfältige Angebot ist so wichtig, weil es Menschen gibt, die sich z.B. Bücher nicht leisten können. Es gibt Schüler, die haben zuhause keinen Ort, um in Ruhe ihre Hausaufgaben zu machen. Oder es gibt Menschen, die haben Fragen zu digitalen Medien und sie wissen nicht, wem sie diese stellen können. Sie könnten dafür in ihre nächstgelegene Bibliothek gehen. Doch der Gang in die Bibliothek ist für sie mit Hürden verbunden.

Nicht-Wissen und Unsicherheiten halten Menschen vom Gang in die Bibliothek ab

Susann Schaller arbeitet in der Helene Nathan Bibliothek in Berlin / Neukölln und ist Leiterin des Fachbereichs Bibliotheken Neukölln. Die Mitarbeitenden dort wissen, was das für Hürden sind. Sie arbeiten daran, ihren Auftrag für Bildungsgerechtigkeit umzusetzen, indem sie auf die Menschen zugehen und es ihnen leichter machen. Manche Menschen wissen nicht, was eine Bibliothek ist, wie sie funktioniert oder denken, dass man Eintritt zahlen muss. Andere denken, dass es einen bestimmten Verhaltenskodex gibt, den sie nicht kennen.

Susann ist selbst in dem Glauben aufgewachsen, dass Bibliotheken nichts für sie sind. Demnach kann sie diese Perspektiven verstehen und möchte erklären:

"[Die Bibliothek ist ein Ort], der erstmal nichts von mir verlangt, an den ich einfach kommen kann. Das ist das, was wir versuchen zu vermitteln: Sie dürfen einfach hier sein!"

Bibliotheken verändern sich, um Bildungsorte für alle zu sein

Susann Schaller erklärt in der Folge, wie sich Bibliotheken in den letzten Jahren verändert haben, um offener zu sein für verschiedenen Menschengruppen und welche Konzepte es gibt, um mehr Menschen zu erreichen. Dazu gehören:
  • Räume zu schaffen für verschiedene Bedürfnisse: z.B. für Familien mit Kindern, die auch mal etwas lauter sein können. Gemeinschaftsräume für Schülerinnen und Schüler, um gemeinsam arbeiten zu können.
  • Diversität bei den Mitarbeitenden in der Bibliothek - z.B. Menschen mit Migrationshintergrund - die unkomplizierte Ansprechpartner für Menschen verschiedener Herkünfte sind.
  • Barrieren abbauen für Menschen mit Behinderung.
  • "Outreach" Projekte im Stadtteil, wie z.B. Kinderbuch-Lesungen auf einem Spielplatz.
  • Die Zusammenarbeit mit den sogenannten "Stadtteil-Müttern", die einen engen Kontakt zu migrantischen Familien haben.
  • uvm.
Danke an Susann Schaller und viel Spaß mit dieser Folge!

Shownotes

Die Helene Nathan Bibliothek im Netz

Webseite des Verbundes öffentlicher Bibliotheken Berlin

Die Berliner Bibliotheken bei Mastodon


Die Empfehlungen von Susann Schaller:

Die Serie "Feuer und Flamme" über die Feuerwehr NRW in der ARD Mediathek

Die Serie über Bergretter "In höchster Not" in der ARD Mediathek

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